Die Rose: ein erfolgreicher Importartikel auf dem deutschen Markt.
Ein bekannter Philosoph sagte einmal, dass Menschen bereit sind, für Luxus, beispielsweise Rosen, zu sterben, aber für die Grundversorgung, zum Beispiel das tägliche Brot, zu töten. Die Rose als duftender Luxusartikel steht somit für eine Konsum- und Überflussgesellschaft, in der die Menschen wählen können, frei sind und sich mehr als nur die täglichen Artikel des Grundbedarfs kaufen dürfen.
Die meisten Rosen in Deutschland kommen aus Kenia.
Kenia ist ein afrikanisches Land mit tropischem Klima. Die Blumenzucht und der Blumenexport sind neben dem Teehandel und dem Tourismus ein wichtiger Wirtschaftszweig. Kenia exportiert Blumen nach Deutschland und in zahlreiche andere Länder. Rosen machen den größten Teil der Blumenexporte aus Kenia aus. Die Rosenzucht wird in fabrikartigem Stil betrieben und umfasst alle Schritte von Anbau, Ernte bis zum Versand der Rosenbündel.
Kritische Stimmen gegen die Arbeitsbedingungen in Kenia:
Die Rose als Importartikel aus der Dritten Welt unterliegt dabei ähnlicher Kritik wie andere Importprodukte aus diesen Ländern, also beispielsweise Kaffee und Tee. Man sagt, die Arbeiter in Kenia würden nur sehr wenig Geld verdienen und unter unwürdigen Bedienungen arbeiten. Natürlich lassen sich die Arbeitsbedingungen in Kenia nicht mit denen in Deutschland vergleichen. Dennoch garantieren spezielle Labels, wie das FLP-Label (Flower Label Program), dass den Arbeitern in Kenia nicht nur ein örtlich angemessener Lohn, sondern auch ein Mindestmaß an Gesundheits- und Bildungsfürsorge geboten wird.
Rosen: Direkt aus Kenia ins Supermarktregal.
Die Entwicklung in der Vergangenheit lief in Richtung einer Verarbeitung schon vor Ort in Kenia. Die Rosen werden schon gebündelt versendet und müssen dann im Supermarkt nur noch ins Regal gestellt werden. Hierbei kommt es zu einer Verarmung der Varietätenvielfalt. Rosen sind seit Jahrzehnten Lieblingsobjekt von stark selektierenden Rosenzüchtern. Im harten Exportgeschäft reduziert sich aber das Interesse auf schnell wachsende, für den Versand gut geeignete Varietäten.
Impressum: Paul Scheuschner, Allee der Kosmonauten 33G, 12681 Berlin, Mail: info@keniarosen.de